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31. März 2014

Ausbildung des Verwalters

Das LG Düsseldorf hat in seinem Urteil vom 19.10.2013 festgestellt, daß die fehlende bzw. unzureichende Ausbildung eines bestellten Verwalters zur Aufhebung des Beschlusses im Beschlußanfechtungsverfahren führen kann, weil eine solche Bestellung den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung widersprechen kann. Aus den Urteilsgründen ergibt sich: Zwar habe der gewählte Verwalter aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit für eine Hausverwaltung Kenntnisse und Erfahrungen mit der Verwaltung von Wohnungseigentum gewonnen. Er verfüge jedoch über keine Ausbildung im Bereich der Immobilienverwaltung und habe keinerlei selbständige berufliche Erfahrung als Verwalter von Wohnungseigentum. Ihm fehle mangels Ausbildung in der Immobilienverwaltung die praktische Erfahrung als allein Verantwortlicher für die Verwaltung einer Eigentumsanlage, […]
7. Februar 2015

Verwalters Verfahrenskosten

Verfahrenskosten nur bei groben Verschulden   Der Fall Eine Verwalterin hatte aufgrund einer Bevollmächtigung im Verwaltervertrag („Der Verwalter ist befugt, den Eigentümer gerichtlich und außergerichtlich, die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums des Grundstücks betreffend, zum Zweck der Geltendmachung und zum Zweck der Abwehr von Ansprüchen bzgl. des Verwaltungsgegenstandes zu vertreten und das Grundbuch einzusehen) und in der Gemeinschaftsordnung gegen Eigentümer Beseitigungsansprüche nach einer ungenehmigten baulichen Veränderung geltend gemacht. Ein Beschluß zur Klageerhebung gab es nicht, auch hatte die Gemeinschaft den Beseitigungsanspruch nicht an sich gezogen.1)   Verfahrenskosten zu Lasten des Verwalters? § 49 Abs. 2 WEG regelt, daß  Prozeßkosten in WEG-Verfahren dem Verwalter auferlegt werden können, wenn die Tätigkeit des Gerichts von ihm aufgrund […]
31. März 2015

Trinkwasserversorgungsanlage – Gemeinschaft ist zuständig

OVG sieht Verband  bezüglich der Einhaltung der TrinkwV in der Pflicht Die Wohnungseigentümergemeinschaft kann richtige Adressatin belastender Bescheide in Vollzug der Trinkwasserverordnung sein, weil sie nach den Vorschriften der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) als Inhaberin einer Wasserversorgungsanlage i.s.d. TrinkwV anzusehen ist. Dabei spielt es keine Rolle, dass einzelne Bestandteile der Trinkwasserversorgungsanlage, wie z. B. die Wasserarmaturen in der Wohnung, Sondereigentum sind. 1 Trinkwasser ist Lebensmittel und steht unter dem Schutz der TrinkwV – (c) Allodium     /Pixabay Der Fall Das Landratsamt ordnete mit Bescheid, der für sofort vollziehbar erklärt wurde, u.a. an, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft die Armaturen in allen Wohnungen, an denen keine […]
2. Juni 2017

Ersatzzustellungsvertreter

Ersatzzustellungsvertreter für den Verband Die Zuständigkeit eines sachlich zuständigen Landgerichts zur Bestimmung eines Ersatzzustellungsbevollmächtigten einer Wohnungseigentümergemeinschaft folgt aus seiner Kompetenz für die Entscheidung über den klägerischen Werklohnanspruch. OLG Hamm, AZ: 32 SA 8/16, 18.03.2016 (=ZMR 2016, 639). Der Fall: Ein Werkunternehmer will Werklohn für Arbeiten am gemeinschaftlichen Eigentum einklagen. Die Gemeinschaft hat keinen Verwalter. Der Werkunternehmer überlegt deshalb, wem er die Klage zustellen kann und meint, dass dafür ein Ersatzzustellungsvertreter benötigt wird bzw. geeignet sei. Ersatzzustellungsvertreter für den Verband möglich? Soweit so gut – aber wohl falsch. Der Ersatzzustellungsvertreter ist ausschließlich für die Zustellung an die Wohnungseigentümer und nicht an den Verband […]