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Ausbildung des Verwalters

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Das LG Düsseldorf hat in seinem Urteil vom 19.10.2013 festgestellt, daß die fehlende bzw. unzureichende Ausbildung eines bestellten Verwalters zur Aufhebung des Beschlusses im Beschlußanfechtungsverfahren führen kann, weil eine solche Bestellung den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung widersprechen kann.

Aus den Urteilsgründen ergibt sich:

Zwar habe der gewählte Verwalter aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit für eine Hausverwaltung Kenntnisse und Erfahrungen mit der Verwaltung von Wohnungseigentum gewonnen. Er verfüge jedoch über keine Ausbildung im Bereich der Immobilienverwaltung und habe keinerlei selbständige berufliche Erfahrung als Verwalter von Wohnungseigentum. Ihm fehle mangels Ausbildung in der Immobilienverwaltung die praktische Erfahrung als allein Verantwortlicher für die Verwaltung einer Eigentumsanlage, weil er auch nicht innerhalb einer Hausverwaltung für die Verwaltung einer oder mehrerer Wohnungseigentumsanlagen zuständig war.

Das LG hat die Bestellung auf Anfechtung aufgeboben. Die Entscheidung zeigt, daß zwar jeder sich als Wohnungseigentumsverwalter selbständig machen darf, daß dies  aber noch lange nicht heißt, daß die Bestellung von Jedermann als Wohnungseigentumsverwalter Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht.

(Fundstelle: ZWE 2014, S. 87 ff.)

 

 

 

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