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Energieausweis nach EnEV-Novelle

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Änderung für Bestandsgebäude

Die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) bringt deutliche Änderungen für den Energieausweis. Sie tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Für Bestandsgebäude gibt es einige Änderungen, die zu beachten sind, darunter auch Änderungen für den Energieausweis.

energieausweis

Energieausweis

Der Energieausweis bekommt mehr Gewicht.

  • Verkäufer und Vermieter müsssen den Ausweis bereits bei der Besichtigung vorlegen.
  • Nach Abschluß des Kauf- oder Mietvertrags muß der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. den Mieter (zumindest in Kopie) übergeben werden. Bisher war das nur auf Verlangen des Kunden notwendig.
  • Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis müssen schon in der Immobilienanzeige genannt werden. Dazu gehören
  1. Art des Ausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis)
  2. Energiekennwert
  3. Effizienzklasse (bei nach Inkrafttreten der neue Verordnung ausgestellten Ausweisen)
  4. Wesentlicher Energieträger für die Heizung des Gebäudes


Energieeffizienzklassen

Die energetischen Kennwerte werden künftig (also bei neu ausgestellten Energieausweisen) nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Die Skala reicht von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hohen Energiebedarf).

Woher kommt der Energieausweis

Energieausweise sind seit Jahren Pflicht. Wohnungseigentümergemeinschaften haben deshalb auch einen Energieausweis erstellten lassen. Dieser befindet sich in der Regel beim Verwalter in seinen Verwaltungsunterlagen. Wohnungseigentümer, die ihre Wohnung vermieten oder verkaufen wollen, müssen also rechtzeitig daran denken, sich vom Verwalter eine Kopie zu beschaffen.

Freiwillige Angaben

Erfüllt der Vermieter/Verkäufer nur die gesetzliche Pflicht aus der Energieeinsparverordnung, gelten die geforderten Pflichtangaben nicht als zugesicherte Eigenschaft. Das ist auch gut so, weil die Energiekennwerte im Energieausweis nichts mit der Realität zu tun haben (bekanntlich sind die bedarfsorienten Werte deutlich zu hoch und die verbrauchsorientieren Werte geben nur den Durchschnitt von drei Jahren an, der sich infolge von Nutzerwechseln natürlich ständig verändert).

Werden über die gesetzlichen Pflichtangaben hinaus freiwillige Angaben gemacht (um die Verkaufs- oder Vermietungschancen zu erhöhen), wird man damit rechnen müssen, daß diese Angabe rechtlich als zugesicherte Eigenschaften gewertet werden. Das kann erhebliche Folgen nach sich ziehen, wenn dann die Werte „verfehlt“ werden.

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