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Schutz für Rücklage verbessert

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Eine Änderung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes sichert WEG-Konten im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung ab dem 01. Januar 2014 stärker ab.

Bisherige Regelung

Einlagen von Privatpersonen, Personengesellschaften und kleinen Kapitalgesellschaften bis zu einer Höhe von maximal 100.000 € deckt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) ab. Bisher fiel auch eine Wohnungseigentümergemeinschaft unter diese Regel. Mithin waren nur Geldanlagen bis 100.000 Euro sicher.

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Sicheres Geld – (c) Petra Bork/pixelio

Sparkasse

Dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sind alle Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen angeschlossen. Es besteht aus Sicherungseinrichtungen, die satzungsrechtlich zu einem Haftungsverbund zusammengeschlossen sind.  Diese Sicherungseinrichtung stellt sicher, daß die Liquidität und Solvenz der angeschlossenen Institute gesichert werden.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß ein Institut alle Verbindlichkeiten  erfüllt werden können.  Jedem Einleger können daher bei Fälligkeit seine Ansprüche, insbesondere aus Spar-, Termin-, oder Sichteinlagen sowie verbrieften Forderungen, in voller Höhe erfüllt werden. Ist also die Instandhaltungsrücklage bei einer Sparkasse angelegt, dürfte die Einlage sicher sein.

Banken

Rund 170 deutsche Banken gehören dem  Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. an. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds beginnt dort, wo die Sicherung der EdB aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Institutes die Einlagenteile, welche die 100.000 Euro-Grenze übersteigen, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze. Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also auch die Guthaben von Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.

Bis zum 1. Januar 2015 entspricht die Sicherungsgrenze 30 % des haftenden Eigenkapitals. Das Mindesteigenkapital einer Bank liegt in Deutschland bei 5 Mio., so daß mindestens 1,5 Mio. Euro geschützt sind.

Neuregelung

Bei allen anderen Geldinstituten gilt bisher für die Instandhaltungsrücklage von Wohnungseigentümergemeinschaften die  Sicherungsgrenze von 100.000 Euro. Ab 01.01.2014 ändert sich die Grenze bei Wohnungseigentümergemeinschaften. Dann gilt, daß der Anteil jedes Eigentümers mit 100.000 Euro abgesichert ist. Ein Beispiel: Eine aus 10 Wohnungseigentümer bestehende Gemeinschaft kann letztlich bei einer Instandhaltungsrücklage bis 1. Mio. Euro ruhig schlafen. Erst ab diesem Betrag muß die Gemeinschaft bzw. deren Verwalter prüfen, ob weitergehender Schutz besteht oder ob ggf. die Rücklage anders anzulegen ist.

Die Neuregelung war überfällig, insbesondere Zeiten der Bankenrettung in Europa. Besteht doch für Anleger künftig die Gefahr, daß Gläubiger zahlungsschwacher Banken mit 8 % ihrer Einlage an der „Bankenrettung“ beteiligt werden.

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