Neues von der Trinkwasserverordnung

Anzahl der Probeentnahmestellen

Der VdW-RW teilt in seiner ergänzenden Stellungnahme zu seiner Arbeitshilfe zur Trinkwasserverordnung mit, daß es einzelne Gesundheitsämter geben soll, die für eine orientierende Untersuchung nach der novellierten Trinkwasserverordnung die Beprobung aller Steigstränge verlangen. Dies widerspricht nicht nur nach Auffassung des Verbandes klar der Trinkwasserverordnung, eine Beprobung aller Steigstränge ist auch aus fachlicher Sicht nicht begründbar.

 

Laufender Wasserhahn – Trinkwasseruntersuchung wird Pflicht: Foto: (c) Florian L./pixelio.de

Orientierende Untersuchungen sollen stichprobenartig die Systemqualität feststellen, nicht jede einzelne Entnahmestelle und nicht jeder einzelne Steigstrang ist zu untersuchen.  Nach einem positiven Befund (mehr als 100 KBE pro 100 ml) ist eine weitergehende Untersuchung, die deutlich mehr Proben fordert, dann zielführend und gerechtfertigt.

Wir haben schon in den vergangenen Jahren in unserem Wohnungsbestand die entsprechenden Untersuchungen regelmäßig einmal im Jahr durchführen lassen. Hinsichtlich der Festlegung der Probeentnahmestellen kam es dabei niemals zu unterschiedlichen Auffassungen zwischen dem untersuchenden Institut und uns, wir gehen davon aus, daß das auch weiterhin so bleiben wird.

 

Novellierung der Novelle

Nach der geltenden Rechtslage besteht als Frist für orientierende Untersuchungen zurzeit ein Jahr, d. h. bis zum 31.10.2012 müssen die Untersuchungen erfolgt sein. Eine Novellierung der Trinkwasserverordnung ist in Vorbereitung, wobei die erforderliche Entscheidung des Bundesrates möglicherweise für Juli 2012 geplant ist. Voraussichtlich wird der Zeitraum, innerhalb dessen eine Anlage beprobt werden muß, um zwei Jahre auf dann drei Jahre verlängert. Die Anlagen wären dann bis 31. 10.2014 zu beproben. Sinnvoll wäre das aus unserer Sicht auf jeden Fall und es würde für die Bewohner Betriebskosten sparen.